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Methoden und Strategien des Game-based Learnings gemäß Karl Kapp

Methoden und Strategien des Game-based Learnings gemäß Karl Kapp

Der Gamifikationsexperte Karl Kapp analysierte die Anwendung von Spieldynamiken auf das Lernen. Im Folgenden fassen wir die wichtigsten Gedanken seines Buchs „The Gamification of Learning and Instruction. Game-based methods and strategies for training and education“ zusammen:

  1. Game-based Learning erleichtert das Lernen, weil es auf Spielen beruht, die leicht befolgt werden können, währenddessen der Lernende neue Kenntnisse erwirbt.
  2. Das Spiel ahmt eine virtuelle Umgebung und reale Situationen nach (Simulatoren). Auf diese Weise lernen die Anwender ohne Risiko, aber mit Normen, Interaktivität und Feedback, in einem bestimmten Kontext zurechtzukommen.
  3. In einer spielerischen Umgebung akzeptiert der Lernende die Normen eher: Wenn er sich an bestimmte Regeln hält, kommt der Lernende voran und siegt im Spiel. Wenn er sich hingegen nicht daran hält, kann er nicht zu den nächsten Spielrunden aufsteigen.
  4. Spiele sind effiziente Bildungsinstrumente, denn sie beinhalten spielerische Elemente: Herausforderungen, Fantasie, die Motivation weiterzukommen, einfache Erfolgskontrolle (Spielrunden, Ranking, Punkte), Zufriedenheit beim Erreichen der Ziele.
  5. Dank der Möglichkeit, zu höheren Spielebenen aufzusteigen – eine typische Methode des Game-based Learnings – ist der Schwierigkeitsgrad zur Erreichung bestimmter Ziele variabel.
    • Deshalb passt das Game-based Learning sich an die Eigenarten eines jeden Anwenders an: Die Anwender schreiten beim spielerischen Erlernen von Konzepten und Verinnerlichen von Gewohnheiten zu immer komplexeren Aufgaben voran.
    • Beim Spielen reagieren die Anwender emotional, denn sie involvieren sich in den Prozess. Lernen ist fast ein überraschender Zusatz, das gewisse Extra der Gamifikation.
    • Die Strategien des Game-based Learnings sind die beste Garantie, die Motivation der Kursteilnehmer aufrechtzuerhalten, da diese ein kontinuierliches, auf sie persönlich zugeschnittenes Feedback über ihre Fortschritte erhalten.
  6. Karl Kapp unterscheidet zwei Arten von Motivation: intrinsisch und extrinsisch. Erstere stellt sich infolge einer bestimmten Aktivität ein; letztere bezieht sich auf ein Verhalten, das einzig auf den Erhalt einer Belohnung ausgerichtet ist. Die beste Form des Game-based Learnings bezieht beide Motivationsarten ein.
  7. Menschen fühlen sich besonders motiviert, wenn sie das Gefühl haben, die Umgebung unter Kontrolle zu haben und wenn sie Beziehungen zu anderen Spielern aufbauen können. Die Strategien des Game-based Learnings beziehen auch Aspekte des Wettbewerbs ein (Ranking, Preise, Punkte), die einerseits motivierend wirken und andererseits gewährleisten, dass das Gelernte verinnerlicht wird.
  8. Der Handlungsfaden stärkt das Engagement der Lernenden. Dank der Geschichte, die viele Game-based-Learning-Kurse erzählen – insbesondere die Serious Games – taucht der Lernende in die Geschichte ein und im Rahmen der Erzählung erhält er Lektionen und lernt.
  9. Das Game-based Learning legt die Ziele, die die Lernenden erreichen sollen, eindeutig fest. Deshalb stehen die Inhalte immer an erster Stelle, weit vor der ästhetischen „Verpackung“, die ein Spiel auszeichnet.

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Karl Kapp unterscheidet nicht nur zwischen unterschiedlichen Formen des Game-based Learning, sondern auch zwischen verschiedenen Spieler-/Lerntypen. So haben wir:

  • Den „Pflichtbewussten“: Sein einziges Ziel ist, den Gipfel zu erreichen und zu gewinnen.
  • Den „Forscher“: Er wendet viel Zeit für das Erforschen des Spiels und dessen Umgebung auf.
  • Den „Sozialisator“: Er richtet seine Aufmerksamkeit hauptsächlich auf die Beziehungen zu anderen Spielern.
  • Den „Mörder“: Er möchte so viele Spieler wie möglich übertrumpfen („ermorden“).

Kapps Werk beschäftigt sich auch mit der Komplexität der Einführung eines Schulungsprogramms. Die Implementierung von auf Game-based Learning beruhenden Modellen ist einfacher, aber wie bei allen anderen Schulungsplänen auch, sollte das gesamte Team daran mitwirken.

Und zwar nicht nur, um die Probleme und Bedarfe des Unternehmens zu analysieren, sondern auch um Schulungsstrategien und Ziele, die in einer Organisation entwickelt und bewertet werden sollen, festzulegen.

Bei der Implementierung einer Schulung sollten die Personalmanager auf Folgendes achten:

  • Inhalte und Methode: Sie müssen auf den Lernplan und die gewünschten Resultate zugeschnitten sein.
  • Information und Vorbereitung: Vor der Einführung einer Schulung müssen die betroffenen Mitarbeiter darüber informiert werden. Ihnen müssen die Vorteile der Gamifikation erklärt werden und es muss herausgestellt werden, dass das Hauptziel nicht das Spielen, sondern das Lernen ist. Das macht die Erwartungen realistischer und fördert das Erzielen von Ergebnissen.
  • Konsens: Diejenigen, die in einer Organisation für die Implementierung des Game-based Learnings zuständig sind, müssen sich über die Ergebnisse, die sie mit der Schulung erreichen möchten, einigen.
  • Erfolgsgarantie: Gamifikation ist in. Die Weiterbildungsabteilungen sollten sich nach erfahrenen Anbietern und Beratern umschauen, die tatsächlich verstehen, worum es beim Game-based Learning geht, damit ein effektives Lernen gewährleistet werden kann.

Video: Karl Kapp über Gamelearn

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Gamelearn ist Weltmarktführer in der Entwicklung von Videospielen für Unternehmensschulungen. Mit mehr als 10 Jahren Erfahrung hat sich Gamelearn zum Experten des game-based Learning, dem großen Trend im Bereich der Weiterbildung, entwickelt.

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